Was keiner geglaubt hat wurde wahr>

Im Sommer 1996 kristallisierten sich Veränderungen beim Katastrophenschutz in Bayern heraus. Alle bisher in den großen Städten des Freistaates stationierten Katastrophenschutzzüge sollten dezentralisiert und auf die Landkreise verteilt werden. Erstmals wurde in die Umstrukturierungspläne der Landkreis Eichstätt - und somit der BRK Kreisverband Eichstätt - einbezogen. Da auch für die Wasserwacht der Katastrophenschutz eine satzungsgemäße Aufgabe darstellt, beantragte der Vorsitzende der Kreiswasserwacht die Überlassung eines mit 4 Tragen ausgestatteten Krankentransportwagens (KTW). Als Stationierungsort wurde Wellheim ausgewählt. Schon wenige Monate später – nämlich im Oktober 1996 – wurde das Fahrzeug in Wellheim stationiert. Nachdem sich die Marktgemeinde Wellheim sofort bereit erklärte im Feuerwehrhaus einen Standplatz zur Verfügung zu stellen, wurde ein KTW Ford Transit nach Wellheim verlegt. Das Fahrzeug war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt. Auf dem Tachometer waren jedoch erst 11 000 km registriert. Mit viel Einsatz wurde aus einem fahrenden Verbandkasten ein ansehnliches Sanitätsfahrzeug gemacht. Es erfolgte eine Aufrüstung mit Notarztkoffer, Beatmungs- und Absaugeinheit, Schaufeltrage, Schienensatz uvm. Der Kreisverband investierte ferner in die optische Gestaltung. Nach kurzer Zeit wurde aus dem „Stiefmütterchen“ eine schöne „Tulpe“. Gleichzeitig hieß es das Personal zu rekrutieren und den Ausbildungsstand an die vorhandene Ausrüstung anzupassen. Es wurden Sanitätslehrgänge organisiert und Übungsveranstaltungen durchgeführt. Die Motivation der Helfer war und ist sehr groß.